Die Geschichte Unseres Vereins geht zurück bis in das Jahr 1916. Wie Unser Verein entstand Versuche Ich hier allen Mitgliedern und Interessierten einmal zu vermitteln. 

Als die Not nach dem 1. Weltkrieg am größten war, trafen sich einige Männer und Frauen im Jahr 1919, um die Gartenanlage zu schaffen.

Ging es doch darum, Gartenerzeugnisse zu produzieren, um die Not in den Familien zu lindern.

Später entstanden Gartenlauben und auch ein Vereinshaus. Ungeachtet der Weltpolitischen Veränderungen hat sich die Anlage weiter entwickelt und ist für die Gartenfreunde von Arnstadt zu einer nicht mehr wegzudenkenden Kleingartenanlage geworden.

 

Die Gartenanlage,,Lange Else“ feierte am 15.08.2009 ihr 90-Jähriges Bestehen. Das ist der Grund über das Werden der Anlage zu berichten.

Im Jahre 1916 stiftete einer der Mitinhaber der Arnstädter Schuhfabrik F:A:Keil,Herr Ricius, der Belegschaft 1000.00 Mark. Zur Verwaltung der Mittel wurde ein Verein gegründet, auf dessen Konto man auch alle Sonderleistungen einzahlte.

1918 wurden für den Verein 2 Grundstücke zwischen dem ,,Alten Gericht“ und dem ,,Bierweg“ gekauft.

Der Kaufpreis der Grundstücke (3, 187 Ar) betrug 26.703 Mark. Der Verein brachte 11.000 Mark aus seinem Vermögen und den Rest durch Darlehen auf.

Schon am 07. Oktober 1929 verlangten die Vereinigten Thüringer Schuhfabriken die Räumung der Schrebergärten bis zum 15. November 1929, weil keine Eintragung im Grundbuch, kein Kaufvertrag, auch kein Pachtvertrag existierten. Was dann die Gerichtskosten geschluckt haben, war enorm. Die gesamten Pachteinnahmen wurden von den Gerichtskosten aufgefressen. Die Prozesse dauerten von 1929 bis 1932. Nach der ersten und zweiten Instanz vor dem Landgericht Gotha und dem Oberlandesgericht Jena wurde schließlich die Klage der Vereinigten Thüringer Schuhfabriken zurückgewiesen. Fast wäre es dem Unternehmen gelungen, sich durch allzugroße Vertrauensseligkeit der Arbeiter zu bereichern.

Verständlich ist auch dass dieser Prozeß nicht ohne Auswirkungen auf die Gartenpächter blieb, Pächter kündigten,neue Pächter kamen hinzu. (keine Mitglieder des Arbeitervereins), Parzellen wurden vergrößert und verkleinert. Die im Jahre 1927 begonnene Massenarbeitslosigkeit der Pächter brachte Sorgen, und das Schlimmere war die Uneinigkeit der Pächter und die leere Vereinskasse. Es entstanden Spannungen unter den Kleingärtnern. Keiner wußte wer der Eigentümer war, dies führte dazu, das viele keine Pacht mehr bezahlten. Am 17.Januar 1932 stellten die Nichtmitglieder des Keilschen Arbeitervereins einen Antrag an das Thüringische Amtsgericht zur Gründung einer Kleingartenkoloniem welche den Namen LANGE ELSE tragen sollte. Hier wurde das erste Mal der Name LANGE ELSE genannt.

Der Antrag zur Gründung der Kleingartenkolonie wurde genehmigt und die eingereichte Satzung anerkannt.

Als Vorsitzende wurden A.Jopp und O.Himmelreich beglaubigt. Ab dem 24. Mai 1932 hatte die Kolonie zwei rechtmäßige Körperschaften innerhalb eines Zaunes vereint. Jetzt ging der Zank und der Streit erst richtig los. Auch andere unschöne Sachen wurden getan. Am 09. Juli 1934 übernahm Karl Hägerich den 1. Vorsitz der „LANGEN ELSE“.

Der 1. Vorsitzende des Arbeitervereins (Keilsche Anlage) Herr Knigge und der 1. Vorsitzende der ,,Langen Else“ Hägerich arbeiteten nun zusammen. Durch die Verbindung kam wieder Ruhe und Ordnung unter die Mitglieder.

1939 begann man zur Verschönerung der Anlage einheitliche Betonpfeiler zu gießen. Die Gartenfreunde Korecki,Paul u. Ernst Schmidt machten hier den Anfang.

In den Kriegsjahren gab es nicht viel zu berichten.

Beim Bombenangriff auf Arnstadt am 13. Februar 1945 war auch die Lange Else betroffen

Am Ende des 2. Weltkrieges war wieder das Kassenvermögen verfallen. Die Mitglieder standen vor dem Nichts.

Nach dem 2. Weltkrieg hatte, wie man weiß, jeder mit sich selbst zu tun.

Aber schon am 17. April 1947 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Der 1. Vorsitzende war Herr Reuter, die zwei Stellvertreter waren die Herren Hägerich und Beck, als Kassierer war Paul Schmidt bestimmt worden.

Auf Beschluß der Mitglieder wurde eine neue Satzung angelegt. Die erste Arbeit der Mitglieder bestand darin, den Außenzaun zu erneuern. Man bedenke, wie schwer es war Material zu bekommen. JederNagel mußte gerade geklopft werden. Das Holz wurde für  2000,- Mark gekauft.

 

Das Geld brachten die Mitglieder durch eine Umlage auf.

In der neuen Gesellschatsornung wurde das Vereinsgesetz aufgehoben. Der noch mit 18 Mitgliedern bestehende Keilsche Arbeiterverein löste sich auf.

Am 1. September 1952 ging die Gartenanlage an den Rat der Stadt Arnstadt über. Die 18 Mitglieder des ehemaligen Keilschen Arbeitervereins brauchten auf Lebenszeit keine Pacht zu zahlen. Das wurde Urkundlich festgelegt.

1955 vom 25. April bis 04. Mai wurde die Wasserversorgung von der Ichtershäuser Straße getrennt und an den Feldweg ,,Altes Gericht“ angeschlossen. So verläuft heute noch diese Wasserversorgung.

Ohne Kaderauslese wurde 1956 Ernst Schmidt zum 1. Vorsitzenden gewählt. Zur Wahl im Jahre 1958 bekamen Ernst Schmidt und Otto Dani Stimmengleichheit, Ernst Schmidt bekam wieder den Vorsitz.

Am 7. März 1959 feierten die Mitglieder der Anlage das 40-Jährige Bestehen.

In den folgenden Jahren wurde ein Kinderspielplatz angelegt, eine Baracke zur Unterbringung von Anlageneigentum aufgestellt. Durch Verkauf von Wertscheinen an die Mitglieder konnten 120 Stühle und 20 Tische für die Gestaltung der Gartenfeste erworben werden.

Durch Staatliche Investmittel bekame die Anlage Elektrisches Licht bis zum Eingang der Anlage gelegt. Bis zur weiterführung zum Spielplatz wurde aus Zinslosen Darlehen von 5 Vorstandsmitgliedern die Freileitung aufgestellt,.

Im Jahr 1959 bekamen wir ein Kulturheim der ehemaligen Anlage Unser Garten kostenlos auf Abbruch.

Diese Anlage mußte dem Wohnungsbau Platz machen. Der Aufbau kostete Nerven. Es gab Abstimmungen, Unterschriftensammlungen,heftige Diskussionen, Meinungsverschiedenheiten, Für und Wieder, Umlagen, Arbeitseinsätze, nicht eingehaltene Verpflichtungen u.s.w. Die derzeitigen Vorstandsmitglieder entschieden sich für dieses Projekt, um es in der Anlage Lange Else wieder entstehen zu lassen.

Seit dem 25. Oktober 1962 war der VEB Kommunale Wohnungsverwaltung Verpächter und der VKSK.

Im gleichen Jahr gab Ernst Schmidt den Vorsitz ab. Das Vorstandsmitglied Heinz Eberhardt übernahm den Vorsitz, durch welchen er die Arbeit von Ernst Schmidt in weiteren vier Wahlperioden fortsetzte.Das der Bau vom Kulturheim trotz allem fertiggestellt wurde, gebührt dem Gartenfreund August Müller Dank. 10 Jahre Arbeit und Ausdauer haben sich gelohnt. Wir, die gestandenen Gartenfreunde, erinnern uns gern an diese Zeit.

Am 26. u. 27. Juli 1969 feierte unsere Anlage ihr 50 Jähriges Bestehen mit einem Gartenfest. Die Gartenfreunde zogen mit einer Blaskapelle durch den Wohnbezirk.

In der Volksversammlung am 22. März 1975 wurde Fritz Agde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Unter dieser Leitung, dazu gehörten noch Lothar Brod, August Müller, Franz Danzer, Karl Berlet, Werner Wolff und Fritz Eichhorn, sollte die Gastronomische Einrichtung verbessert werden.

So wurde es gemacht: Die Gaststube wurde Wirtschaftsbereich. Der Wirtschaftsbereich wurde zur Küche umgebaut, dazu ein Lagerraum.

Ein neuer Eingang wurde geschaffen. Die Anlage vorm Kulturheim wurde zu einer Terasse umgewandelt und 1979 überdacht. Bei dieser Umgestaltung leisteten unsere Gartenfreunde zusätzliche Aufbaustunden und schufen durch ihren persönlichen Einsatz große Werte für die Anlage.

Der ehemalige Garten 66 wurde zu einer kleinen Parkanlage umgewandelt und zum Gartenfest 1981 eingeweiht.

Zur Bewirtschaftung des Kulturheimes im Winter brauchten wir eine frostsichere Wasserleitung. 1984 gingen wir daran die Leitungen zu legen. Im gleichen Rythmus haben die Gartenfreunde einen Teil der Wasserleitungen zu ihren Gärten erneuert.


Eine grosse Aufgabe im gleichen war die Befestigung des Gartenweges vom unteren Eingang (1. Durchgang). Hier schuf man einen Wert von 15.000,-Mark. Die Gartenfreunde Dieter Halbreiter, Hans Sommer und Lothar Lendrich leisteten dabei je über 80 Stunden.


Durch Beschluss unserer Mitglieder wurde der Küchentrakt umgebaut. Gartenfreund Hahn hat die Projektierung dieser Sache übernommen. Das geschah 1986/87. Dazu hat die Anlage 30.000,-Mark Kredit aufgenommen. Monatlich wurden 500,- Mark Rückzahlung geleistet.


Bei Erdverkabelung gingen unsere Gartenfreunde mit Hacke und Schaufel zu Werke. In 4 Etappen wurde diese Arbeit ausgeführt und 1992 beendet. Der Kostenaufwand 40.000,- DM


Im Oktober 1990 gab ea auch eine Wende im Garten, der VKSK existierte nicht mehr. Unsere Lange Else wurde wieder ein Gartenverein e.V. Uwe Schneider gab seinen Garten und somit auch den Vorsitz ab. Ein neuer Vorstand wurde gewählt. 1. Vorsitzender wurde Gartenfreund Wilfried Keil.

Die Zuhfahrtswege zur Anlage waren und sind noch heute Schwerpunkte, denn bei Schlechtwetterperioden machten die grossen Wasser und Schlammlachen die Wege fasst unpassierbar. Mit Schieberaupe und Hacke und Schaufel wurden die Wege begradigt.

Translate »